Gedichte 2012



Poesie-Café


Ein Blatt hält un deine schwebt Foto Edith Meyer

È una fortuna

È una fortuna passeggiare tra i castagni
mi dici un mattino di novembre
mentre i gambi riversi del granturco
splendono sotto le finestre e le donne dei paesi
aprono la porta della bottega. È una fortuna
marinare la vita che non ci appartiene
per ascoltare lo scricchiolìo tutto nostro
delle foglie: le parole cadono felici
come le bacche rosse dal corniolo.
È una fortuna non sbagliare sentiero
verso il poggio da dove l'eremita
qualche secolo fa guardava la Lombardia
e dove noi ci abbracciamo tra le stoppie.

Alberto Nessi  (*1940)

Es ist ein Glück

Es ist ein Glück, unter Kastanien zu gehen,
sagst du an einem Novembermorgen zu mir,
während die gebündelten Maishalme
unter den Fenstern leuchten und die Dorffrauen
die Tür zum Laden öffnen. Es ist ein Glück,
das Leben zu schwänzen, das uns nicht gehört,
um dem Rascheln der Blätter zu lauschen,
das nur uns gilt: Die Worte fallen glücklich
wie die roten Früchte vom Kornelkirschenstrauch.
Es ist ein Glück, nicht den Pfad zu verfehlen
hinauf zum Hügel, wo der Einsiedler
vor Jahrhunderten die Lombardei betrachtete
und wo wir uns im Stoppelfeld umarmen

übersetzt von Maja Pflug



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